Am ersten Sonntag im Oktober führte uns die obligatorische Volleyballausfahrt weit in die sächsischen Niederungen nach Bad Düben. Dort am Unterlauf der Mulde fanden wir uns in der am besten bewachten Sporthalle der Saison wieder. Das etwas reduzierte Team der zweiten Zschopauer Herren wirkte recht vorzeigbar, doch einige Spieler waren angeschlagen. Ob Fuß, Rücken, Verdauung, allgemeines Unwohlsein oder die Nachwehen vortäglicher Eskalationen, scheinbar jeder hatte einen Rucksack dabei. Nach einem 3:0 Erfolg der Gastmannschaft aus St. Egidien waren wir an der Reihe. Belmin hatte sich durch Verhandlungsgeschick eine der begehrten Außenpositionen ergaunert und Kai auf Mitte gedrängt. Dieser gekonnte Schachzug machte die vermutlich mit Aufwand betriebene Scoutingarbeit des Gegners obsolet.Es folgen die Sätze im Kurzdurchgang:
Schon zu Beginn der Partie erarbeiteten wir uns einen soliden Vorsprung, um diesen dann Stück für Stück wieder abzugeben. Zum unnötig knappen Satzende hatten wir die besseren Nerven und den ersten Durchgang auf der Habenseite.
Der zweite Satz begann mit geänderter Aufstellung und vermutlich unabhängig davon denkbar schlecht. Eigene Fehler sowie Blöcke des Gegners brachten uns einen derben Rückstand ein. Das warf den taktischen Ablaufplan von Spielertrainer Timmi zwar über den Haufen aber uns nicht um. Reduzierte Eigenfehler gepaart mit Druck im Aufschlag brachten die VC-Herren wieder in Führung. Zum Satzende ließen wir uns abermals etwas gehen, sodass wieder der minimale Vorprung von zwei Zählern reichen musste, um auch Runde Zwei für Zschopau zu sichern.
Nach einer weiteren Positionsrochade im dritten Satz ähnelte dieser dem ersten Durchgang. Zschopau erkämpfte sich früh einen Vorsprung, um diesen dann Stück für Stück wieder herzuschenken. Doch wieder krochen wir mit dem Mindestabstand übers Ziel. Das nennt man wohl brutal effektiv. Gerade mal sechs kleine Punkte besser als der Gegner bekommt der VC Zschopau alles und SV Bad Düben nichts. Damit können wir gut leben.
RF
MVP: Nils Walther






